Predigten
00:00:06: Gnade sein mit Euch und Friede von Gott, unserem Vater und von unserem Herrn Jesus Christus.
00:00:14: Amen!
00:00:16: Wir wurden keine Themenvorgaben gemacht für diese Predigt.
00:00:20: Darum erlaubt mir heute Morgen eine sehr persönliche Predigt zu halten.
00:00:27: Unser Sommerurlaub in den Bayerischen Alpen hat etwas mit mir gemacht.
00:00:34: Ich habe mich entschieden Landwirt zu werden.
00:00:40: Konkret ein Kornbauer.
00:00:45: Die Gründe dafür liegen in den herausfordernden Erfahrungen der letzten Monate.
00:00:52: Im Januar bekam ich die Diagnose sehr aggressiver Krebstumor in der Blase.
00:01:00: Es folgten zwei operative Eingriffe, die das Ziel hatten, den Krebs aus der Blasse zu entfernen und danach eine sehr herausfordernde Therapie.
00:01:11: Zwischenzeitlich kam ich an meine Grenzen, ich war zeitweilig so geschwächt dass sich nur noch im Bett lag und vor mich hinsingieren konnte lesen oder Medien konsumieren ging gar nicht mehr erst recht nicht aufstehen und das Haus verlassen.
00:01:30: Meine Beratungs-, meine Predigt- und Lehrdienste die für dieses Jahr geplant waren all das musste ich absagen Also all das, was mir eigentlich so viel Freude macht.
00:01:40: Soviel Energie gibt, soviel Leben schenkt und ich hatte keine Ahnung wie das weitergehen würde ob ich je noch mal zurückkommen könnte in meinen Dienst.
00:01:55: solche Grenzerfahrungen sind ein absoluter Prüfstein für die Frage Was lässt mich atmen?
00:02:02: Was lässt sich leben?
00:02:04: Wo gibt es Hoffnung?
00:02:06: wo gibt es Lebenssinn Freude.
00:02:11: Zu diesen persönlichen Herausforderungen gesellte sich dann noch die große Frustration über die gesellschaftspolitischen Entwicklungen in unserem Land, könnt ihr vielleicht nachvollziehen.
00:02:23: Frustation über die Verrohung der Gesellschaft, über den Wertefall, die zunehmende aggressive Säkularisierung, über das was ich auf den Straßen angewalt an Antisemitismus abspielt und was in den Parlamenten der Bundesländer und des Bundestages diskutiert und entschieden wird.
00:02:47: Und nicht zuletzt darüber, wie sich die Parteienlandschaft darstellt.
00:02:53: Ich kann so gut nachvollziehen, dass Heinrich Heine aus seinem Exil in Frankreich In seinem Gedicht Nachtgedanken gleich in der ersten Zeile formulierte Denke ich an Deutschland in der Nacht dann bin ich um den Schlaf gebracht.
00:03:11: Ich kann nicht mehr die Augen schließen und meine heißen Tränen
00:03:16: fließen.".
00:03:18: In solchen herausfordernden Zeiten ist guter Rat teuer, wie will ich reagieren?
00:03:25: Wie kann ich noch Zukunft haben?
00:03:27: Ja habe ich überhaupt noch Zukunft!
00:03:30: Diese Frage stellen sich heute ja sehr viele Menschen und die Antworten, die sie geben auf solche eine Frage fallen sehr unterschiedlich auf.
00:03:39: Die einen verdrängen die Realitäten einfach und machen weiter wie immer oder suchen das Heil an den politischen Rändern.
00:03:49: Andere werden depressiv, etwa twenty-fünf Prozent der Bevölkerung unseres Landes leidet an ärztlich dokumentierten Depressionen oder depressiven Symptomen.
00:04:03: Und wieder andere entscheiden sich auszuwandern!
00:04:30: Und hier habe ich für mich entdeckt, ich will Kornbauer werden.
00:04:36: Ich will so viel kommen wie möglich in meine Scheune einfahren.
00:04:42: Auf diesen Gedanken hat mich Viktor Franke gebracht, der große Wiener Psychiater und Begründer der Logotherapie- und Existenzanalyse mit dem ich mich im Urlaub beschäftigt habe.
00:04:57: Frankel war Experte für die Frage, wie man ihn herausfordernden Zeiten überleben kann In dem Frankel seine Erlebnisse und Erfahrungen in vier Konzentrationslagern einschließlich Auschwitz schildert.
00:05:23: Er verlor in dieser Zeit seine Eltern, seinem Bruder und seiner Frau – sie alle wurden umgebracht!
00:05:34: Er überstand diese unglaublichen Lebenszumutungen unter anderem dadurch, dass er sich im KZ eine Aufgabe gab.
00:05:42: Er betreute die traumatisierten und suizidgefährderten Neuankömmlinge.
00:05:49: Er versuchte zu trösten und zu ermutigen.
00:05:53: Dabei beobachtete er genau wie seine Mitheftlinge mit diesen Grenzerfahrungen umgingen Wer warum an der Hoffnung zu überleben festhielt und wer warum aufgab.
00:06:11: Und er träumte davon seine Beobachtungen nach dem Krieg therapeutisch auswerten zu können, um das Gelernte an der Universität vielen Studenten weitergeben zu können.
00:06:24: Frankel war überzeugt dass es für die seelische Gesundheit von Menschen entscheidend ist einen Sinn im Leben zu haben und diesen Sinn auch zu verwirklichen, daran zu arbeiten.
00:06:39: Und dieser Sinn hilft schmerzlichste Erfahrungen und Realitäten zu bewältigen.
00:06:48: In seiner Therapie benutzte er gerne das Bild oder das Gleichnis von einem großen Kornfeld und einer Scheune.
00:07:00: Die Vergangenheit ist wie eine Scheune in die Getreide eingefahren wird.
00:07:08: Das Kornfeld, das reif zur Ernte ist steht für all die Möglichkeiten der Zukunft und der Erntervorgang ist die Gegenwart, in der Korn vom Feld geholt wird und eingelagert wird – in die Scheune!
00:07:26: Die Scheune ist dann die Vergangenheit in der alles Korn unverlierbar geborgen ist.
00:07:36: Ihm war wichtig zu sagen, was wir einmal gesagt oder getan haben – was wir gefeiert und erlitten haben!
00:07:43: Was wir geleistet oder auch vermasselt haben?
00:07:49: All das geht nicht einfach verloren sondern es wird gleichsam eingebracht und aufbewahrt in unserer Erinnerung Und das ist wie ein großer Schatz den uns keiner nehmen kann.
00:08:05: Wir haben die Chance, zu jeder Zeit unseres Lebens weiteres Korn in die Scheune zu bringen und damit unseren inneren Reichtum zu vergrößern.
00:08:17: Dieses Korn steht für all das was wir gesagt getan und gelebt haben und dass unser Umfeld ein bisschen schöner gemacht hat wenn wir uns in der Familie bewähren den Partner investieren Uns an Kindern helfen gesunde Persönlichkeiten zu werden, die kräntlichen Eltern zu versorgen.
00:08:40: Wenn wir uns im Beruf bewähren Verantwortung nehmen Tag für Tag zuverlässig unserer Arbeit nachgehen und das Beste für unsere Kollegen, für die Firma oder für die Kunden suchen.
00:08:55: Oder wenn wir unsere Gaben- und Fähigkeiten einbringen zum Wohl anderer in Gemeinde einfach unterwegs sind, an der Kasse des Discounter oder in der angespannten U-Bahn-Atmosphäre und dort positiv sind.
00:09:16: Menschen ermutigen und positiv reden.
00:09:22: Dieses Bild hat mich in meinen Fragen und Unsicherheiten sehr ermutigt und mir tatsächlich Perspektive gegeben – egal!
00:09:34: Ob ich wieder völlig gesund werde und wieder meinen Dienst aufnehmen kann.
00:09:40: Und egal wie sich unser Land künftig weiterentwickeln wird, Ich darf als Kornbauer Tag für Tag gutes Korn einfahren, indem ich mich mit meinen bescheidenen Möglichkeiten einbringe und ein Segen für mein Umfeld bin.
00:10:05: über Krankheit, als Opfer von Krankheit oder als Opfe von problematischen gesellschaftlichen Umständen und auch wenn mein zunehmendes Alter meinen Aktionsradius langsam aber sicher immer kleiner werden lässt.
00:10:28: Selbst als kranker pflegebedürftiger alter Mensch werde ich noch gute Kornbüschel draußen auf dem Feld stehen haben, die darauf warten eingeholt zu werden.
00:10:44: Ich werde noch manches hereinholen können zumindest so lange ich noch bei klarem Verstand bin und kommunizieren kann.
00:10:54: Es geht zum Beispiel am Telefon wenn nicht die andere Person in der Leitung ermutige oder gar betend segne indem mich mit jemandem versöhne, indem sich den Menschen Zuhöre, Inbewusstwahrnehme und Wertschätze indem ich den pflegenden Familienangehörigen- und Pflegediensten Dankbarkeit ausdrücke.
00:11:22: Indem ich andere durch meine finanzielle Großzügigkeit erfreue.
00:11:28: Inde mich für die Bete, die gerade vor großen Herausforderungen stehen.
00:11:34: Indde mich ein Vorbild bin für eine nächste Generation indem ich Gott danke und anbete.
00:11:45: Und das kann meinem Alltag, meinem Leben einen neuen Sinn geben und mich selbst ermutigen.
00:11:55: Mitten in dieser Phase, in der ich da so im Bett lag und gar nicht wusste wie geht es weiter, erreichte mich die Nachricht von unserem Pastor Rüdiger Summern.
00:12:05: Er fragte an Hans-Beta, könntest du dir vorstellen Teil unserer Gebetsgruppe zu werden die für künftige Gemeindegründungen betet.
00:12:17: Eine kurze Nachricht Ich höre sie und saß senkrecht im Bett.
00:12:24: Wow!
00:12:27: Es geht weiter.
00:12:29: ich kann etwas beitragen Vielleicht nicht mehr als Gemeindegründer Aber indem ich Für Gemeindekründung bete In die Scheune.
00:12:44: Ich saß in meinem Bett, ich rief nach meiner Frau – alles war wie verwandelt!
00:12:50: Ein Sinn?
00:12:51: Eine Aufgabe?
00:12:53: Ich darf ein Segen sein.
00:12:58: Es macht so viel Sinn und Freude, Korn in die Scheuner einzubringen.
00:13:05: Das ist recht wenn wir uns dann bewusst machen dass dahinter ein tiefes geistliches Prinzip steckt das in der Bibel vielfach bezeugt wurde.
00:13:16: Das ist das Klopfen des Himmels.
00:13:20: Es bestätigt, was ich sagen will!
00:13:25: In der Bibel wird dieses Prinzip von Franke vielfach bestätigend.
00:13:29: Ein Bibeltext, den mich im Laufe meines Dienstes immer wieder ermutigt hat, ist II.
00:13:35: R. Fünfzehn-Eins bis Sieben.
00:13:38: Da lesen wir Folgendes... Der ging er Asa entgegen dem König und sagte zu ihm, Hört mich an Asa!
00:13:51: Und ganz Judah und Benjamin.
00:13:54: Der Herr ist mit euch so lange ihr mit ihm seid.
00:14:00: Wenn Ihr ihn sucht lässt Er sich von Euch finden Aber wenn Ihr ihn verlasst wird er Euch auch verlassen.
00:14:09: So war es auch mit Israel.
00:14:12: Es war lange Zeit ohne Waren Gott ohne einen Priester, der sie lehrte und ohne Weisung.
00:14:19: Aber als Sie in Bedrängnis kamen, kehrten sie zum Herrn dem Gott Israels zurück.
00:14:25: Sie suchten ihn – und er ließ sich von ihnen finden!
00:14:30: Niemand konnte in Frieden aufbrechen oder Heimkehren in diesen Zeiten.
00:14:34: große Verwirrung herrschte in allen
00:14:37: Ländern.".
00:14:38: Es gab Grenzverletzungen zwischen Valkern und Städten.
00:14:41: Und durch solche Bedrohungen versetzte Gott sie in Unruhe.
00:14:47: Ihr aber, Judah, Benjamin, seid stark!
00:14:54: Und lasst eure Hände nicht schlaff werden oder den Mut nicht sinken – euer Tun soll belohnt
00:15:02: werden.".
00:15:04: Dieser Aufforderung des Propheten an König Asar von Judah Er ging in schwerer Zeit.
00:15:12: Außenpolitisch war Juda richtig, richtig herausgefordert.
00:15:17: Die Großmächte machten Front gegen diese Stämme Juda und Benjamin Und bedrohten das Existenzrecht Israels damals.
00:15:30: Auch innenpolitisch War das Volk gespaltet.
00:15:34: die einen folgten dem, was über Generationen überliefert war und standen zu den Werken und dieser Vision mit Gott unterwegs sein zu wollen.
00:15:46: Und die anderen hatten das über Bord geworfen und folgten irgendeinem anderen Götter nach.
00:15:52: Der Riss ging mitten durch das Volk.
00:15:56: Nun stand da.
00:15:57: Asar hatte wenig gute Vorbilder und musste seinen Weg finden.
00:16:03: In dieser Situation kommt der Prophet und hat eine Botschaft, die zwei Teile hat.
00:16:10: Der erste Teil der Botschaft ist, der Herr isst mit euch solange ihr mit ihm seid.
00:16:18: Wenn Ihr ihn sucht lässt er sich von Euch finden.
00:16:25: Eine klare Ansage wenn Ihr Zukunft haben wollt braucht Ihr den lebendigen Gott.
00:16:31: Er muss in eurem Boot sein.
00:16:33: dann werdet ihr Erfolg haben.
00:16:35: Er hat Möglichkeiten, die Geschicke dieser Welt und deines Landes zu verändern.
00:16:41: Er kann eingreifen und die Dinge auf den Kopf stellen in den ganzen politischen Szenarien, in den gesellschaftlichen Fragestellungen, die so schwer zu beantworten sind.
00:16:53: Das war die Botschaft an Asa.
00:16:56: Dein Gott kann die Dinge zum positiven wenden Und darum gilt es, ihn zu suchen.
00:17:04: Jeden Tag sich an ihm zu
00:17:06: orientieren.".
00:17:08: Das hat mich sehr ermutigt!
00:17:11: Gott ist real.
00:17:13: Er isst Schöpfer und Herr.
00:17:15: Er kann eingreifen, geschick gewenden.
00:17:19: Davon können wir seit neunzigneunachtzig so viele Geschichten erzählen oder?
00:17:26: Unser Gott ist Gott immer noch... ...und wenn er auftritt, können sich Dinge verändern Und er ruft sich oft besondere Menschen, die er für seine Ziele begabt vorbereitet und die er dann als sein Werkzeug gebraucht.
00:17:42: Wie den David wie den Salomo oder wie diesen König Asar.
00:17:47: aber er kann auch heidnische Menschen benutzen wie der König Nebuchadneza von Babylon.
00:17:53: Er wird einfach von Gott gebrauchten ein Segen für Israel zu werden.
00:17:59: Die Geschichte Europas zeigt auf das Gott immer wieder Persönlichkeiten hatte, die besonders von ihm vorbereitet waren und für die es eine ganz bestimmte göttliche Stunde gab den berühmten Kairos.
00:18:14: Und dann haben sie die Welt verändern können!
00:18:17: Das gilt für Martin Luther das gilt für John Wesley in England.
00:18:23: ohne diesen Mann wäre England ins Chaos geraten aber durch ihn ist dieses ganze Land erneuert worden.
00:18:33: Gott gebrauchte diesen Mann.
00:18:37: Und meine Frage ist seit Monaten, warum soll das heute nicht möglich sein?
00:18:45: Darum möchte ich aus den Realitäten unseres Landes ein visionäres Projekt für die Zukunft machen!
00:18:53: Ich bete für junge Menschen, die Gott in diesen Tagen vorbereitet und sich an Gott orientieren aus seiner Weisheit und Kraft leben, und denen er Gunst vor den Menschen schenkt.
00:19:09: Die übermorgen den Unterschied ausmachen werden und von Gott in Deutschland gebraucht
00:19:15: werden.".
00:19:18: Und dieses Gebet ist auch Korn in die Scheune bringen!
00:19:24: Ich habe angefangen darüber zu beten und auf einmal entdecke ich sie... Auch interessant.
00:19:33: Ich glaube, dass Gott da etwas am vorbereiten ist und bin zuversichtlich!
00:19:40: Wir haben Zukunft – gute Zukunft.
00:19:45: Das Zweite was dieser Text aussagt?
00:19:48: Ihr aber seid stark und lasst eure Hände nicht schlaff werden, das den Mut nicht sinken.
00:19:54: Euer Tun soll belohnt werden.
00:19:57: Das ist die zweite Aussage, die die erste ergänzt.
00:20:00: Es kommt auch auf euch – auf uns!
00:20:03: Auf mich an.
00:20:05: Ein fatalistischer Gottglaube nach dem Motto «Es hängt an Gott, wir können ja doch nichts machen» ist unangemessen und einfach nicht biblisch.
00:20:15: Rückzug aus der Verantwortung, auch als Bundesbürger für unser Land geht gar nicht.
00:20:23: Bangemachen gilt nicht.
00:20:27: Stattdessen lautet die Botschaft, wir sollen stark sein.
00:20:32: Wir sollen den Mut nicht sinken lassen!
00:20:36: Nicht mit den Wolfen heulen!
00:20:38: Nicht passiv werden und träge!
00:20:43: Und dann die motivierende Perspektive.
00:20:48: genau das wird belohnt werden.
00:20:52: Wenn wir stark sind, wenn wir die Hände nicht sinkten lassen es wird belohnet werden Von Gott.
00:21:01: Beide Aussagen haben wir im Laufe meines Dienstes immer wieder Mut gemacht und machen mir heute Mut, mit Gott im Boot haben wir Zukunft.
00:21:12: egal wie es um uns gesundheitlich oder gesellschaftspolitisch bestellt ist an unserer Lebensaufgabe am Sinn unseres Lebens verändern unsere Lebensumstände überhaupt nichts.
00:21:29: Unsere Aufgabe ist und bleibt jeden Tag, Gott zu vertrauen.
00:21:36: Und damit feucht zu überwinden Das zu tun was in unseren Möglichkeiten liegt Zu glauben, zu hoffen und zu lieben.
00:21:48: egal wer uns da in die Quere kommt.
00:21:52: Wir glauben für ihn wir hoffen für ihn oder für sie und wir lieben die Person geben unser bestes Egal in welchen Umständen.
00:22:04: Das ist unsere Aufgabe!
00:22:06: Ein Rückzug ins Privatleben, ein Auswandern um den Herausforderungen zu entfliehen, ist keine Option.
00:22:16: Es recht bei dieser Beheißung euer Tun soll belohnt werden.
00:22:21: Ich darf also darauf vertrauen dass mein Leben, mein Reden und Handeln meinen Kämpfen ,mein Versagen, mein Leiden nicht umsonst sind, sondern Relevanz haben.
00:22:34: Ich habe darum schon vor vielen Jahren diesen Vers zu einer Proklamation gemacht eine Proklamation die ich mit vielen anderen biblischen Versen immer und immer wieder über mein Leben ausspreche ja so richtig proklamiere.
00:22:50: damit meine ich das ist so eine Wahrheit die ich laut sage vor der unsichtbaren und sichtbaren Welt Das soll für mich gelten Proklamiere ich, der Herr wird meinen Tun belohnen.
00:23:07: Und darum will ich stark sein und
00:23:10: anpacken.".
00:23:12: Das ist die Ableitung aus diesem Vers, zote Chronik XVII, VII.
00:23:19: So oft hat es mir geholfen diese Proklamation, diese Wahrheit mich nicht unter die Probleme zu begegnen sondern den Kopf hochzuhalten, zu vertrauen weiterzugehen und meinen Dienst zu tun.
00:23:34: Dieser Gedanke taucht übrigens immer wieder in der Bibel auf, will euch einige kurze Bibeltexte so als Appetizer mitgeben.
00:23:44: Da ist Galata Sechs Vers Neun.
00:23:46: da sagt Paulus lasst uns nicht müde werden das Gute zu tun denn wenn wir daran nicht nachlassen werden wir ernten sobald die Zeit gekommen ist.
00:23:58: also auch Paulus benutzt dieses Bild der Ernte.
00:24:02: Wir sehen die Frucht unseres Handelns noch nicht, aber gerade deshalb sollen wir nicht aufgeben.
00:24:07: Nicht nachlassen!
00:24:09: Denn Gott bestimmt den Zeitpunkt und den Ort an dem wir diese Ernte einbringen dürfen – vielleicht erst in der Ewigkeit.
00:24:21: oder Erstdokumenta XV, Vers.
00:24:24: seit standhaft und unerschütterlich, seit stets voll Eifer im Werk des Herrn.
00:24:30: Und denkt daran, dass im Herrn eure Mühe nicht vergeblich
00:24:35: ist.".
00:24:36: Hier kommt eine wunderschöne Präzisierung dieses Gedankens das wir unterwegs sind, dass wir unser Bestes geben.
00:24:44: Alles was wir im Herrn tun also in Christus tun aus Liebe zu ihm in Übereinstimmung mit unserer Berufung in Abhängigkeit von ihm unter seiner Leitung all das wird Erfolg haben.
00:24:59: es wird nicht vergeblich sein.
00:25:02: Im Kontext dieses Satzes hat Paulus erster Grund der Fünfzehn über die Auferstehung gesprochen.
00:25:08: damit weitet sich eben der Horizont.
00:25:11: Mit diesem Leben ist nicht alles zu Ende.
00:25:13: Das, was wir hier einbringen wird in der Ewigkeit zur Sprache kommen hat Ewigkeitswert!
00:25:20: Es bleibt aufbewahrt es kann uns nicht geraubt werden.
00:25:26: Das vor Gott getanne Gute verschwindet nicht einfach.
00:25:30: und das ist wichtig zu wissen, wenn wir manchmal das Gefühl haben ich engagier mich in der Familie In der Gemeinde im einem Verein an meinem Arbeitsplatz.
00:25:39: Ich gebe mein bestes und keiner nimmt Notiz davon.
00:25:43: Am Ende werde ich verabschiedet.
00:25:45: man schüttelt mir die Hand aber keiner Anerkennt was ich da geleistet habe als ob ich nichts getan hätte.
00:25:53: kennt ihr das Gefühl?
00:25:56: Hier steht, das stimmt nicht.
00:26:02: Dass keiner von dem Notiz nimmt was du eingebracht hast in Verantwortung Das Korn in meiner Scheune dass ich durch Gottes Gnadehaber einfahren dürfen wird immer von meinem Gott gesehen.
00:26:17: Er schätzt es.
00:26:20: Es wird von ihm aufbewahrt!
00:26:22: Es ist ein Geschenk für ihn!
00:26:26: Es wird from ihm gefeiert und wird vom ihm belohnt werden.
00:26:32: Damit geht die biblische Wahrheit von der Ernte weit über das hinaus, was Frankel vor Augen hatte und dass er mutigt mit noch größerer Freude Korn in die Scheune einzubringen.
00:26:47: Hebräer sechszehn bis zwölf – Gott ist ja nicht ungerecht!
00:26:51: Er vergisst nicht, was ihr getan habt.
00:26:54: Ihr habt eure Liebe zu ihm bewiesen denn ihr habt die Heiligen, die mit Christen unterstützt.
00:26:59: Unterstützt sie auch weiter.
00:27:02: Wir aber haben einen sehnlichen Wunsch, jeder von euch soll sich mit dem gleichen Eifer für die Stärkung der Hoffnung einsetzen bis zum Ende.
00:27:14: Tut doch nicht so begriffsstutzig!
00:27:16: Nehmt euch vielmehr die zum Vorbild, die durch Glauben und Ausdauer das versprochene Erbe
00:27:25: erhalten.".
00:27:26: So die Basispibel in ihrer Übersetzung wunderschöner Aussagen.
00:27:33: Ihr habt eure Liebe zu ihm bewiesen, zu Jesus!
00:27:36: Das ist so der Ausgangspunkt.
00:27:38: alles was wir so einbringen tun wir aus Liebe zu Jesus.
00:27:42: von unserem Gott gilt er vergisst nicht was wir getan haben.
00:27:47: und dann das hat mich besonders betroffen gemacht es gibt da eine Sehnsucht im Reich Gottes.
00:27:54: Paulus macht sich hier zum Sprecher sogar für die ganze Schöpfung.
00:27:59: Wir haben einen sehnlichen Wunsch Jeder von euch soll sich mit dem gleichen Eifer für die Stärkung der Hoffnung einsetzen, bis zum Ende.
00:28:11: Es gibt so viel zu tun!
00:28:14: Aber wo sind die Menschen der Hoffnungen des Glaubens und der Liebe?
00:28:18: Die sich den Realitäten stellen und sich nicht abkapseln und auf privat
00:28:23: machen?!
00:28:26: Und dann es gibt Vorbilder an denen wir uns orientieren können.
00:28:31: Nehmt euch die zum Vorbild, die durch Glauben und Ausdauer das versprochene Erbe erhalten.
00:28:39: So viele haben sich bewährt.
00:28:41: eine unglaubliche Geschichte des Segens durch Menschen Gottes mitten in ihrem gesellschaftlichen Umfeld.
00:28:50: Galata, fünfzwanzig der heilige Geist bringt als Frucht hervor Liebe Freude und Frieden Geduldgüte und Großzügigkeit Treue Freundlichkeit und Selbstbeherrschung.
00:29:01: Und das hilft uns nochmal zu verstehen dass dieser Aufgabe Frucht zu bringen Korn in die Scheune zu bringen nicht etwas ist was wir alles aus eigener Kraft meistern müssen sondern da is der gute heilge geist der uns motiviert er uns Energie gibt der uns leitet damit das geschehen.
00:29:19: Er ist unser Partner in dieser großen Aufgabe.
00:29:24: Und dann offenbar um vierzehn, dreizehn seelig die Toten, die im Herrn sterben.
00:29:32: sie sollen ausruhen von ihren Mühen den ihre Taten folgen ihnen nach.
00:29:41: wie gut das zu wissen dass der Tag des Ausruhens kommt wo wir nicht auf dem Kornfeld stehen und dass wir arbeiten und in die Scheune sammeln, sondern wo wir feiern werden.
00:29:55: Unsern Gott feiern wird.
00:29:57: es gibt diese große Ruhe, die auf uns wartet.
00:30:02: In diesen Texten ist etwas von Lohn gesagt worden, Lohn für unser Tun.
00:30:07: das müssen mich jetzt richtig verstehen.
00:30:09: Lohn ist nicht zu verstehen im Sinne einer Bezahlung durch Gott.
00:30:13: ich leiste etwas für Gott also schuldet Gott mir etwas.
00:30:18: Der Neutastentmentliche Gedanke ist eher der, wir leben in jeder Beziehung von der Gnade Gottes.
00:30:25: Von seiner Berufung, von seiner Energie und von seiner Befähigung.
00:30:29: sonst könnten wir kein Korn in die Scheune bringen.
00:30:33: aber wenn wir auch so sehr von Gottes Gnate abhängig sind macht die unser Tun nicht bedeutungslos.
00:30:40: gerade die Gnadegottes ermöglicht ein Tun das nicht vergeblich ist.
00:30:46: Wir sagen also nicht zu Gott Ich klage jetzt meinen Lohn ein.
00:30:50: Das ist mein Job, das habe ich alles geleistet für dich!
00:30:53: Jetzt lass mal kommen!
00:30:55: Sondern wir kommen von Gott her und sagen uns, ich engagiere mich aus Liebe zu Jesus als Beschenkte und Beschenke.
00:31:07: Und ich weiß er sorgt für mich und hat etwas Wunderbares für mich
00:31:13: bereitet.".
00:31:17: Ein letzter Unterschied zu Frankel Bei Frankl liegt gewissermaßen mein gelebtes Leben in der Scheune.
00:31:26: Die Berufung, die ich gelebt habe, die Verantwortung, die Ich wahrgenommen, das Gute, dass sich getan, dass die Leiden, die Erlitten haben – all das ist unverlierbar in meiner Scheune gesammelt!
00:31:39: Aber das neue Testament geht noch einen Schritt weiter.
00:31:43: Nicht nur meine Ernte wird eingebracht, ich selbst werde eingebracht Nicht nur, ich bringe mein Korn in die Scheune und am Ende meines Lebens meine volle Scheune zu Christus.
00:31:58: Sondern Christus bringt mich in seine
00:32:02: Scheune.".
00:32:05: In Matthäus III, Vers.
00:32:06: XII sagt Johannes der Teufel über den kommenden Christus Er wird seine Tenne reinigen Und seinen Weizen in die Schweine sammeln.
00:32:18: An anderen Stellen können wir das auch noch wahrnehmen.
00:32:21: Hier ist tatsächlich der für Christus lebende Mensch, selbst der Weizen und Christus ist derjenige, der ihn in seine Scheune einbringt.
00:32:33: Scheune meint hier das endgültige Leben in der Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott.
00:32:40: Am Ende ist nicht nur die Ernte meines Lebens bei Gott aufgehoben sondern der Herr der Ernte hebt mich selbst auf!
00:32:52: Heb dich selbst auf!
00:32:57: Meine Lebensfreude, mein ganzer Lebenssinn ist da nicht nur zu glauben und hoffen und zu lieben Gutes zu tun sondern Christus zu gehören In seine Scheune gesammelt zu werden um ewige Gemeinschaft mit ihm zu haben.
00:33:18: Aus all diesen Gründen will ich Kornbauer sein Ja mehr Ich will der gute Weizen für die Scheune meines Herrn sein.
00:33:29: Und das auch in Zeiten persönlicher Herausforderungen und gesellschaftlicher Krisen.
00:33:38: Hier und heute bin ich so dankbar für die letzten vergangenen Monate, vor vier Wochen hat er dritte operative Eingriff nach so diesem ersten Therapiezyklus ergeben dass ich wieder tumorfrei bin.
00:33:54: Die Therapie wird mich zwar noch eine ganze weile begleiten Aber ich kann schon wieder Dienstreisen planen und in der Lukas Gemeinde predigen.
00:34:05: Und freue mich auf viele weitere Gelegenheiten, Korn in meine Scheune zu sammeln!
00:34:12: Und mein Motto soll sein – Der Herr wird meinen Tun belohnen.
00:34:18: Darum will ich stark sein und anpacken.
00:34:24: Amen.".